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Deutscher Kopfschmerz -Tag. Kein Tag wie jeder andere.

Kopfschmerzen sind schon wirklich eine lässige Sache.

Das Jahr hat 365 Tage, manchmal sind es auch 366 Tage. In der kath. Kirche hat jeder Tag sein Heiliger. Im Weltlichen bekommt jeder Tag seine besondere Aufmerksamkeit von der Werbung oder durch sonstige Instanzen. Diese Woche, am 5. September, musste der „deutsche Kopfschmerztag“ herhalten.

Kopfschmerzen sind schon wirklich eine lässige Sache. Aber schon die Ägypter im 4. Jahrtausend v. Chr. kannten eine wirklich kraftvolle und wunderbare Lösung zur Linderung von Kopfschmerzen: die Weidenrinde.

Weiden im Frühjahr in der Aue
Gegen Kopfschmerzen: Weidenrinde, hier: Weiden im Frühjahr in der Aue

Geschichte

Wie viele guten Sachen, wurde auch diese gute Sache, das Wissen um die wohltuende Wirkung der Weidenrinde von den Ägyptern weiter gegeben. Im alten Griechenland um 400 v Chr beschrieb Hippokrates von Kos die wertvollen ernährungsphysiologischen Wirkungen eines Auszug aus Weidenrinde. Die im 11.-12. Jahrhundert lebende Äbtissin vom Kloster Eibingen (Rüdesheim) am Rhein, die hl Hildegard von Bingen empfahl den Extrakt zur Unterstützung des physiologischen Wohlbefindens. In dieser Zeit wurde es auch von den Heilerinnen, den Kräuterfrauen, zur Linderung von Schmerzen und Entzündungen verabreicht. Doch nach und nach verschwand diese Natursubstanz als Nahrungsquelle, weil das Pflücken der Weide unter Strafe gestellt wurde. Sie wurde dringend zum Flechten von Körbe also als Arbeitsmaterial gebraucht und genutzt.

Neuentdeckung

Erst 1763 wurde sie dann von Edmund Stone praktisch neu entdeckt. Er machte die britische Royal Society of Medicine auf die schmerzlindernde Wirkung bei einer entsprechend hochdosierten Essenz aus der Rinde der Silberweide (Salix alba) aufmerksam.

Im Jahre 1828 wurde erstmals durch den Münchner Apotheker und Pharmazeuten Johann Andreas Buchner eine Substanz isoliert, der er den vom lateinischen salix für Weide den Namen „Salicin“ gab.

Wertegang: von Kopfschmerzen zur Blutgerinnung

Nach knapp 30 Jahren gelang es dem Magdeburger Chemieprofessor Hermann Kolbe aus „Salicin“ die bis heute bekannte Salicylsäure zu gewinnen. Wir kennen es heute unter dem Namen „Aspirin“, das der Bayer-Chemiker Felix Hoffmann dann schließlich 1897 als Schmerzmittel synthetisch herzustellen schaffte.

Heute kennt diesen Wunderstoff, ich glaube, jeder. Auch unter ASS ist er als Blutgerinnungshemmer bei vielen Menschen bekannt.

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